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GHK-Cu: Was die Forschung zum Tripeptid-Kupfer-Komplex sagt

15. Mai 2026 · 6 min Lesezeit · Glowtides Research

GHK-Cu: Was die Forschung zum Tripeptid-Kupfer-Komplex sagt
Kurz gesagt
GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer) ist ein natürlich vorkommender Tripeptid-Kupfer-Komplex und eines der am besten untersuchten Kupferpeptide der Hautbiologie-Forschung. Eine vielzitierte genomweite Analyse zeigte in vitro einen Einfluss auf über 4.000 Gene — mit Schwerpunkten auf Kollagen-Synthese, Fibroblasten-Proliferation und antioxidativen Prozessen. Die körpereigene Konzentration sinkt mit dem Alter deutlich, was das Forschungsinteresse an exogenem GHK-Cu erklärt. Für valide Forschung zählt eine HPLC-verifizierte Reinheit von ≥99% mit öffentlichem CoA.
GHK-Cu auf einen Blick
BezeichnungGlycyl-L-Histidyl-L-Lysin · Cu²⁺
SequenzGly-His-Lys · Cu²⁺
Molekularmasse~340 Da
CAS-Nummer49557-75-7
Reinheit≥99 % (HPLC)
KategorieKupferpeptid / Tripeptid
Lagerung2–8 °C, lichtgeschützt, lyophilisiert
RekonstitutionBakteriostatisches Wasser (BAC)
GHK-Cu im Vergleich zu verwandten Kupferpeptiden
EigenschaftGHK-CuAHK-CuGHK (ohne Kupfer)
SequenzGly-His-Lys · Cu²⁺Ala-His-Lys · Cu²⁺Gly-His-Lys
Molekularmasse~340 Da~354 Da~341 Da
Kupfer-BindungJa (Chelat-Komplex)Ja (Chelat-Komplex)Nein
Gen-Modulation>4.000 Gene dokumentiertLimitierte DatenLimitierte Daten
ForschungsbasisUmfangreich (seit 1973)GeringModerat
Primärer FokusKollagen, Wundheilung, NeuroprotectionHautforschungPeptid-Grundlagenforschung
CAS-Nummer49557-75-77012-37-5

Was ist GHK-Cu?

Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer (GHK-Cu) ist ein natürlich vorkommender Tripeptid-Kupfer-Komplex, der erstmals 1973 aus menschlichem Plasma isoliert wurde.[1] Das Molekül besteht aus drei Aminosäuren — Glycin, Histidin und Lysin — die einen Chelatkomplex mit einem Kupfer(II)-Ion bilden. Mit einer Molekularmasse von etwa 340 Dalton gehört es zu den kleinsten biologisch aktiven Kupferpeptiden und ist die Referenzsubstanz der Kupferpeptid-Forschung.

Natürliches Vorkommen und altersbedingter Rückgang

GHK-Cu kommt natürlicherweise in menschlichem Plasma, Speichel und Urin vor. Forschungsarbeiten dokumentieren einen altersabhängigen Rückgang der endogenen Konzentration: von etwa 200 ng/ml im Alter von 20 Jahren auf unter 80 ng/ml jenseits des 60. Lebensjahrs.[1] Dieser deutliche Abfall über das Leben hinweg hat das Forschungsinteresse an exogenem GHK-Cu maßgeblich motiviert.

Biochemische Eigenschaften des Kupferpeptids

Die Kupfer-Chelat-Struktur verleiht GHK-Cu besondere biochemische Eigenschaften. In vitro zeigt der Komplex eine hohe Affinität zu verschiedenen Proteinen und Wachstumsfaktoren. Aufgrund seiner geringen Molekülmasse verfügt er über ein vorteilhaftes Penetrationsprofil in biologischen Testsystemen. Die kompakte Tripeptid-Sequenz ist zudem proteaseresistenter als längere Peptidsequenzen — ein Vorteil in vielen Forschungsmodellen.

GHK-Cu und Kollagen: was die Forschung zeigt

Ein Schwerpunkt der GHK-Cu-Forschung liegt auf der extrazellulären Matrix. In Zellmodellen wurde eine Aktivität an Genen dokumentiert, die für die Kollagen-Typ-I- und Typ-III-Synthese sowie für Fibroblasten-Proliferation relevant sind.[2] Weitere untersuchte Achsen umfassen VEGF-vermittelte Angiogenese und SOD-vermittelte Antioxidation.[3] Alle beschriebenen Effekte beziehen sich ausschließlich auf In-vitro- und präklinische Forschungsmodelle.

Aktueller Forschungsstand

Die peer-reviewed Literatur zu GHK-Cu umfasst mehrere hundert Publikationen. Pionierarbeiten stammen aus dem Labor von L.R. Pickart, der das Molekül als einer der Ersten systematisch untersuchte. Eine vielzitierte genomweite Analyse (Pickart und Margolina, 2018)[2] identifizierte über 4.000 Gene, deren Expression in vitro durch GHK-Cu beeinflusst wird — mit Schwerpunkten auf Zellproliferation, Entzündungsmodulation und antioxidativen Prozessen.

Reinheit und Qualität: worauf bei Research-GHK-Cu zu achten ist

Für valide Forschungsergebnisse ist die Reinheit der eingesetzten Substanz entscheidend, denn Spurenverunreinigungen können Ergebnisse verfälschen.[3] Der Standard für Research Grade Material ist eine unabhängig per HPLC bestätigte Reinheit von mindestens 99%. Beim Kupferpeptid kommt es zusätzlich auf die korrekte Kupfer-Chelatierung an. Jede Glowtides-Charge GHK-Cu wird von einem unabhängigen Drittlabor geprüft; das Certificate of Analysis ist öffentlich auf der Laborzertifikate-Seite einsehbar.

Wie wird GHK-Cu gelagert und rekonstituiert?

GHK-Cu wird lyophilisiert geliefert und im Laborkontext mit bakteriostatischem Wasser (BAC Wasser) rekonstituiert. Das Lösungsmittel langsam an die Innenwand des Vials geben, dann vorsichtig rollen statt schütteln. Lyophilisiertes Material wird kühl und lichtgeschützt gelagert; die fertige Lösung gehört gekühlt und wird zeitnah verwendet. Alle Schritte unter sterilen Laborbedingungen durchführen.

Ist GHK-Cu ein Arzneimittel?

Nein. GHK-Cu wird ausschließlich als Research Peptid für Laborforschungszwecke gehandelt und ist weder ein Arzneimittel im Sinne des §2 AMG noch ein Nahrungsergänzungs- oder Kosmetikprodukt. Der Erwerb erfolgt ausdrücklich zu wissenschaftlichen Forschungszwecken. Nicht für den menschlichen Konsum bestimmt.

Welche Gene werden durch GHK-Cu reguliert?

In präklinischen Modellen moduliert GHK-Cu die Expression von über 4.000 humanen Genen. Dazu gehören Gene der Kollagen-Typ-I/III-Synthese, der Fibroblasten-Proliferation, VEGF-vermittelte Angiogenese-Signalwege sowie SOD1- und SOD2-Gene der antioxidativen Abwehr. Diese breite Genmodulation macht GHK-Cu zu einem der am vielseitigsten untersuchten Kupferpeptide.

Was ist der Unterschied zwischen GHK-Cu und freiem Kupfer?

GHK-Cu ist ein Kupfer-Chelat-Komplex, bei dem das Cu²⁺-Ion stabil an das Tripeptid Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin gebunden ist. Im Gegensatz zu freien Kupferionen, die in hoher Konzentration oxidativen Stress verursachen können, ermöglicht die Chelat-Bindung eine kontrollierte, physiologisch relevante Kupferverfügbarkeit in Forschungsmodellen.

Quellenverzeichnis

  1. Pickart L. The human tri-peptide GHK and tissue remodeling. J Biomater Sci Polym Ed. 2008;19(8):969-88. PMID: 18644225
  2. Pickart L, Margolina A. Regenerative and Protective Actions of the GHK-Cu Peptide in the Light of the New Gene Data. Int J Mol Sci. 2018;19(7):1987. doi:10.3390/ijms19071987
  3. Pickart L, Vasquez-Soltero JM, Margolina A. GHK-Cu may prevent oxidative stress in skin by regulating copper and modifying expression of numerous antioxidant genes. Cosmetics. 2015;2(3):236-247. doi:10.3390/cosmetics2030236

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